
Seit zehn Jahren in Folge ist der Ford Ranger der meistverkaufte Pickup in Europa. 2024 wurden 60.400 Einheiten in 20 Märkten zugelassen. Zum Modelljahr 2026 bekommt der Ranger ein großes Update: neue Ausstattungslinien, mehr Technik und den Plug-in-Hybrid jetzt in fünf Varianten. Was das für Handwerker, Forstbetriebe, Familien und Outdoor-Fahrer im Ostalbkreis bedeutet, steht in diesem Artikel.
Was ändert sich beim Ranger 2026?
Ford hat den Ranger zum Modelljahr 2026 an mehreren Stellen überarbeitet. Der Plug-in-Hybrid (PHEV) ist jetzt auch in den Ausstattungslinien Platinum und Limited bestellbar. Bisher gab es ihn nur als XLT, Wildtrak und MS-RT. Die Auslieferungen starten im Mai 2026.
Die 2,0-Liter-EcoBlue-Diesel entfallen mit dem Modelljahr 2026. Damit verschwinden auch die Einzelkabinen-Modelle, die es nur mit dem Vierzylinder gab. Wer einen Ranger mit Einzelkabine braucht, muss auf den aktuellen Bestand zurückgreifen.
Neu im Cockpit: SYNC 4A mit 12-Zoll-Touchscreen und ein 12,4-Zoll-Digitalinstrument sind ab der Modellpflege in allen Varianten an Bord. Die neue Topausstattung Platinum bekommt BlueCruise serienmäßig. In Limited und Wildtrak ist BlueCruise optional verfügbar.
Zwei Antriebe, klare Aufgabenteilung
3,0-Liter-V6-EcoBlue-Diesel: 177 kW (240 PS), 600 Nm Drehmoment, 10-Gang-Automatik, elektronischer Allradantrieb (e-4WD). Der V6 ist der klassische Arbeitsdiesel: hohes Drehmoment, bewährte Technik, gut für Dauereinsatz mit Anhänger oder schwerer Beladung.
2,3-Liter-EcoBoost-Plug-in-Hybrid: 207 kW (281 PS) Systemleistung, 697 Nm Drehmoment, 10-Gang-Automatik, e-4WD. Der PHEV kombiniert einen Turbobenziner mit einem 75-kW-Elektromotor und einer 16,5-kWh-Batterie. Rein elektrisch schafft er bis zu 43 km. Im Baustellenverkehr oder auf kurzen Strecken in der Stadt kann das den Dieselverbrauch deutlich senken. Im Gelände sorgt das hohe Drehmoment von 697 Nm bei niedrigen Drehzahlen für Zugkraft, die der Diesel so nicht bietet.
Dazu bleibt der Ranger Raptor als Sondermodell mit dem 3,0-Liter-EcoBoost-V6-Benziner (292 PS) im Programm, allerdings als sportliches Offroad-Fahrzeug, nicht als Arbeitsgerät.
Welche Ranger-Variante passt zu welchem Einsatz?
| Variante | Antrieb | Preis ab (UVP, brutto) | Primärer Einsatz |
|---|---|---|---|
| XLT (V6 Diesel, ExKa) | 3.0 V6 Diesel | 56.513 € | Bau, Forst, Arbeitsgerät mit großer Ladefläche |
| XLT (V6 Diesel, DoKa) | 3.0 V6 Diesel | 59.012 € | Handwerk mit Teamtransport |
| Limited (V6 Diesel oder PHEV) | V6 Diesel / PHEV | 64.248 € | Firmenwagen mit gehobener Ausstattung |
| Wildtrak (V6 Diesel oder PHEV) | V6 Diesel / PHEV | 65.081 € | Outdoor, Familie, Pferdeanhänger |
| Platinum (V6 Diesel oder PHEV) | V6 Diesel / PHEV | 70.674 € | Repräsentation + Gelände, BlueCruise Serie |
| Raptor (V6 Benziner) | 3.0 V6 Benziner | ab 77.767 € | Offroad-Sport, Freizeit |
Preise: UVP inkl. MwSt., Stand Modelljahr 2026. Änderungen vorbehalten. Aktuelle Konditionen beim Autohaus Schramel erfragen.
Praxis-Empfehlung für typische Einsätze im Ostalbkreis:
Wer auf dem Bau oder im Forstbetrieb arbeitet und maximale Ladefläche braucht, greift zum XLT mit Extrakabine. Die Ladefläche misst 1.874 mm in der Länge, die Nutzlast liegt bei bis zu 1.137 kg.
Handwerksbetriebe, die morgens vier Leute und Material zur Baustelle fahren, brauchen die Doppelkabine (XLT oder Limited). Die Ladefläche ist mit 1.613 mm kürzer, aber die vollwertige zweite Sitzreihe macht den Unterschied. Nutzlast: bis zu 1.077 kg.
Für den Pferdeanhänger (Zweipferdeanhänger wiegt beladen rund 2.500 bis 3.000 kg) ist der Ranger mit 3.500 kg Anhängelast und 350 kg Stützlast technisch gut aufgestellt. Der Wildtrak bietet hier die beste Kombination aus Zugkraft, Komfort und Offroad-Eigenschaften.
Offroad: Was der Ranger im Gelände kann
Der Ranger ist kein reiner Straßen-Pickup. Seine Geländewerte:
- Wattiefe: 800 mm. Das reicht für überflutete Feldwege und flache Bachquerungen, wie sie im Ostalbkreis nach Starkregen vorkommen können.
- Böschungswinkel vorne: 30 Grad (verbessert gegenüber dem Vorgänger mit 28,5 Grad). Steile Auf- und Abfahrten im Gelände sind damit besser zu bewältigen.
- Bodenfreiheit: 215 mm (PHEV). Genug für Wald- und Feldwege, Schotter und unbefestigte Zufahrten zu Baustellen.
- Allrad: Elektronischer Allradantrieb (e-4WD) mit 100-Prozent-Sperrdifferential an der Hinterachse. Sechs Fahrmodi passen das Verhalten an den Untergrund an: Eco, Normal, Glatt, Schlamm, Sand und bei Automatik Trailer.
Für den Alltag im Remstal heißt das: Verschlammte Hofzufahrten, steile Weinbergwege und unbefestigte Forstwege sind kein Problem. Wer regelmäßig im schweren Gelände unterwegs ist, etwa im Steinbruch oder in tiefen Schlammlöchern, sollte den Raptor mit seinen Fox-Sportdämpfern und der noch robusteren Federung in Betracht ziehen.
Zuladung, Ladefläche, Anhängelast im Überblick
| Kabine | Nutzlast | Ladeflächenlänge | Anhängelast (gebremst) | Stützlast |
|---|---|---|---|---|
| Extrakabine | bis 1.137 kg | 1.874 mm | 3.500 kg | 350 kg |
| Doppelkabine | bis 1.077 kg | 1.613 mm | 3.500 kg | 350 kg |
Einzelkabine (bis 1.178 kg Nutzlast, 2.317 mm Ladefläche) nur noch als Lagerfahrzeug verfügbar, da die 2.0-Diesel entfallen.
Zur Einordnung: Eine Europalette (1.200 x 800 mm) passt quer auf die Ladefläche der Doppelkabine. Auf der Extrakabine passen auch längere Materialien (Rohre, Bretter bis ca. 1,80 m) ohne Überhang.
Für wen lohnt sich der PHEV?
Der Plug-in-Hybrid macht vor allem dann Sinn, wenn der Ranger nicht nur auf der Baustelle steht, sondern auch regelmäßig in der Stadt bewegt wird. Mit 43 km elektrischer Reichweite deckt der PHEV den typischen Weg von Lorch nach Schwäbisch Gmünd und zurück (ca. 30 km) rein elektrisch ab.
Für Unternehmer ist der PHEV auch steuerlich interessant: Als Plug-in-Hybrid mit einer Mindestreichweite von 43 km fällt er unter die 0,5-Prozent-Versteuerung für Dienstwagen (Stand 2026, Änderungen vorbehalten). Bei einem Listenpreis ab ca. 53.000 Euro ergibt das einen spürbaren Unterschied gegenüber dem reinen Diesel.
Auf der Baustelle oder im Forst profitiert der PHEV vom hohen Drehmoment (697 Nm) bei niedrigen Drehzahlen. Das macht ihn beim Anfahren am Hang oder beim Rangieren mit schwerem Anhänger spürbar kräftiger als den V6-Diesel mit seinen 600 Nm.
Wer dagegen ausschließlich Langstrecke fährt (Autobahn, Überlandfahrten mit Anhänger) und selten laden kann, fährt mit dem V6-Diesel besser. Der PHEV bringt gut 200 kg mehr auf die Waage (2.511 kg Leergewicht), was die Zuladung entsprechend reduziert.
Probefahrt in Lorch
Das Autohaus Schramel ist Ford-Nutzfahrzeug-Kompetenzhändler und hat den Ranger im Bestand. Ob V6-Diesel oder PHEV, ob Wildtrak oder XLT: Am besten erleben Sie den Ranger auf einer Probefahrt in Lorch.
Häufige Fragen zum Ford Ranger 2026
Für reine Arbeitseinsätze mit maximaler Ladefläche: XLT Extrakabine. Für Teamtransport plus Material: XLT oder Limited Doppelkabine. Für Outdoor und Anhängerbetrieb mit Komfort: Wildtrak. Für maximale Ausstattung mit BlueCruise: Platinum. Für Offroad-Sport: Raptor.
Bis zu 3.500 kg gebremst, bei einer Stützlast von 350 kg. Das reicht für Zweipferde-Anhänger, Bootsanhänger, Bauanhänger und die meisten gewerblichen Anhängertypen.
Ja, seit 2025. Der Ranger PHEV kombiniert einen 2,3-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor (Systemleistung 281 PS, 697 Nm). Die elektrische Reichweite liegt bei bis zu 43 km. Der PHEV ist ab dem Modelljahr 2026 in den Varianten XLT, Wildtrak, MS-RT, Limited und Platinum verfügbar. Auslieferung ab Mai 2026.
Der Einstieg liegt beim XLT V6 Diesel als Extrakabine bei 56.513 Euro (UVP inkl. MwSt.). Die Doppelkabine startet ab 59.012 Euro. Die Topausstattung Platinum kostet ab 70.674 Euro, der Raptor ab 77.767 Euro. Aktuelle Konditionen und Leasingangebote erfahren Sie beim Autohaus Schramel in Lorch.
Ja. Der Ranger bietet 800 mm Wattiefe, 30 Grad Böschungswinkel, 215 mm Bodenfreiheit, elektronischen Allradantrieb (e-4WD) mit Sperrdifferential hinten und sechs Fahrmodi für verschiedene Untergründe. Der Raptor ist für besonders anspruchsvolles Gelände zusätzlich mit Fox-Sportdämpfern ausgestattet.
Hinweis zu Verbrauchs- und Emissionsangaben
Der Ford Ranger wird in Deutschland überwiegend als Nutzfahrzeug (N1/Lkw) zugelassen. Die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) greift daher nicht bei allen Varianten. Für als Pkw (M1) zugelassene Ranger-Versionen (insbesondere Doppelkabine) können folgende Werte gelten:
Ford Ranger: Verbrauch (kombiniert): 7,8 bis 13,1 l/100 km; CO₂-Emissionen (kombiniert): 205 bis 345 g/km; CO₂-Klasse: B bis E (je nach Motorisierung und Bereifung).
Verbrauchswerte gemäß Ford-Händler-Modellseiten (Stand März 2026). Der Ford Ranger wird in Deutschland überwiegend als Nutzfahrzeug (Klasse N1) zugelassen. Die Pkw-EnVKV greift daher nicht bei allen Varianten. Für als Pkw (M1) zugelassene Doppelkabinen-Versionen gelten die oben genannten Werte. Die WLTP-Daten für den Ranger PHEV (Auslieferung ab Mai 2026) werden nach Marktstart von Ford veröffentlicht.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem „Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen und dem offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der „Deutschen Automobil Treuhand GmbH“ unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.